Balkan-Windröschen

Anemone blanda.
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse)

Beschreibung: Knollenpflanze, auffallende Blüte
Vorkommen: Europa, Südosteuropa, Asien
Wuchshöhe: 15 cm
Blütenzeit: März, April
Blütenfarben: hellblau, rosa und weiß
Standort: neutral, humos, feucht, wasserdurchlässig
Licht: halbschattig bis sonnig
Vermehrung: Abtrennung der Knollen im Sommer

Allgemeines zu Standort und Pflege: Anemonen läuten das Gartenjahr ein, mit leuchtenden Farben verkünden sie zusammen mit Schneeglöckchen und Winterlingen den Frühling. Ab März treibt die Strahlenanemone sternförmige Blüten. Kulturformen sorgen dabei für Farbenreichtum in Blau, Rosa, Rot oder Weiss. Die stark geteilten Blätter liegen meist auf dem Boden auf. Sie ziehen zum Sommer hin ein, sodass ab Juni - Juli nichts mehr von der Pflanze zu sehen ist. Sie kommen mit den meisten, nicht zu schweren Gartenböden gut zurecht. Sollen sie ähnlich schöne Blütenteppiche bilden wie in der Natur, so benötigen die Strahlenanemonen einen ruhigen und ungestörten Standort. Unter Gehölzen gepflanzt, bildet sie bezaubernde Blütenteppiche. Dort, wo über das Jahr nicht mehrfach mit dem Rasenmäher oder der Hacke gearbeitet wird, ist ein idealer Platz. Von hier aus können sich die Pflanzen durch Samen und unterirdischen Rhizomen natürlich ausbreiten. Die Strahlenanemone eignet sich hervorragend zum Verwildern im Steingarten, in Gehölz- und Staudenrabatten. Die Pflanzen sollten flach in die oberste Bodenschicht gesetzt werden, möglichst dort wo das Wasser nach winterlichen Regenfällen rasch abzieht. Ausserdem fördert es das Wachstum, wenn die Pflanzen im Herbst mit einer dünnen Schicht Kompost abgedeckt werden.
Da Sämlinge nicht immer sortenecht ausfallen, können neben der Blütenfarbe der gepflanzten Kultursorte Sämlinge in anderen Farben oder in anderen Schattierungen (heller oder dunkler) auftreten.

Die Anemone blanda (Windröschen) ist Staude des Jahres 2005

Frühlingsstern

Brodiaea laxa Sm. / Triteleia tubergenii.
(Alliaceae , Liliengewächse)

Beschreibung: hübsche Zwiebelpflanze
Herkunft: Westkalifornien
Wuchshöhe: 25 cm
Blütenzeit: Juni bis Juli
Blütenfarben: blau
Standort: eher etwas trocken
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Tochterzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Allgemeines zu Standort und Pflege: Für trockene Stellen im Garten ist die Brodiaea sehr geeignet. Das reizende Liliengewächs mit zahlreichen sternförmigen Blüten in losen Blütenbällen lässt sich einfach kultivieren. An geeigneten Standorten, in leichten Gartenboden, vermehrt sich die Pflanze durch Tochterzwiebeln. Zu schwere Böden sollte man mit reichlich Torfmull auflockern. Für die Erhaltung der Zwiebel, die jahrelang im Boden bleibt und regelmäßig blüht, lässt man die Blätter weiter wachsen.

Holländische Iris

Iris hollandica L.
(Iridaceae, Schwertliliengewächs)

Beschreibung: attraktives Schwertliliengewächs
Herkunft: aus spanisch/nordafrikanisch Irisformen
Wuchshöhe: 40 cm
Blütenzeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: viele Farben
Standort: durchlässig, humos
Licht: sonnig
Vermehrung: durch Brutzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Holländische Iris wird 8 bis 10 cm tief im September bis Dezember, solange der Boden offen ist, in Gruppen an einen sonnigen Standort in durchlässige, humushaltige Erde gefplanzt. Nach der Blüte können die Zwiebeln ausgegraben und in trockenem Sand aufbewahrt werden. Danach dürfen die Zwiebeln erst im November wieder in die Erde, sonst treiben sie zu stark aus und erfrieren im Winter. Wenn man die Zwiebeln nach dem Abblühen und Einziehen in der Erde lässt, treiben im Herbst schon wieder aus, dann ist ein leichter Winterschutz durch Laub oder Reisig ratsam.

Im Frühjahr gepflanzte Holländische Iris liefern im Sommer lange haltbare, wunderschöne Schnittblumen in prächtigen Farben. Die Knospen sollten vor dem Aufblühen geschnitten werden.

"Frühjahrs-Krokus"

Crocus albiflorus Kit. ex Schult.
(Iridaceae, Schwertliliengewächse)

Beschreibung: bunter Frühlingsbote
Herkunft: Mittelmeerraum
Wuchshöhe: 5 bis 15 cm
Blütenzeit: März bis April
Blütenfarben: weiss, gelb, blau, hellviolett bis lila
Standort: durchlässiger Boden
Licht: sonnig
Vermehrung: Brutknollen, Samen

Allgemeines zu Standort und Pflege: Crocus albiflorus gehört zu den ersten Frühlingsboten. Er ist bekannt durch seine wunderschönen, kelchförmigen Blüten, die einen schönem Kontrast zu den grasartigen Blättern mit weissem Mittelstreifen bilden. Die im Frühjahr (im Februar/März) blühenden Krokusse werden im Oktober/November gepflanzt. Die Knollen sollten ca. 6 bis 10 cm tief mit einem Abstand von 7 bis 10 cm, unregelmässig, in größeren Gruppen an einen sonnigen, hellen Standort gesetzt werden. Gedüngt werden Krokusse nicht. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder kleine Brutknollen die sich nur im Garten bilden. Mit den Jahren wird der Blütenteppich durch verwildern immer üppiger. Im Rasen angepflanzte Krokusse sollten erst nach Vergilben der Blätter gemäht werden.


Dahlie, Georgine

Dahlia Cav.
(Asteraceae, Asterngewächse, Korbblütler)

Beschreibung: Knollenpflanze, auffallende Blüte
Herkunft: Mittelamerika
Wuchshöhe: 15 bis 200 cm
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: weiss. gelb, goldgelb, rosa bis sattrot
Standort: lehmig-humos, durchlässig, leicht feucht
Licht: sonnig, lichter Schatten
Vermehrung: Teilen der Knollen, Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: In Europa sind Dahlien in zahllosen Zuchtformen beliebt als Zierpflanzen, die vom Hochsommer bis zu den ersten Herbstfrösten mit großen, dekorativen Blütenständen blühen und über viele Wochen Farbe in die Gärten bringen. Dahlien gibt es nahezu in allen Blütenfarben, außer in Blau. Die Blütenformen können einfach, halbgefüllt oder gefüllt sein. Dahlien (früher auch Georginen genannt) können sonnig oder im lichten Schatten stehen. Sie sollten jedoch in Balkonblumenerde oder in einer lehmig-humosen, durchlässigen, leicht feuchten Gartenerde gehalten werden. Dahlien brauchen viel Wasser und sollten wöchentlich kalibetont gedüngt werden. Um die Blütezeit zu verlängern, müssen verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden. Sie sind nicht winterhart, so dass die Knollen im Haus überwintert werden müssen. Nach dem Frost werden die Pflanzen auf wenige Zentimeter über der Knolle zurückgeschnitten und die Knollen ausgegraben. Zur Überwinterung kommen die angetrockneten Knollen in eine Kiste mit Sand-Torf-Gemisch und in einen trockenen Keller. Während der Wintermonate müssen die Knollen kontrolliert werden und faulende Knollen unbedingt aussortiert werden. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im März oder im Frühjahr durch Teilen der Knollen mit einem scharfen Messer.

Aus nur zwei Wildformen (Dahlia coccinea und Dahlia pinnata) haben die Züchter tausende von Hybriden erschaffen, die die Dahlie zur beliebtesten, nicht winterharten Gartenpflanze machte.

Kaiserkrone

Fritillaria imperialis L.
(Liliaceae, Liliengewächse)

Beschreibung: alt bekannte Bauerngartenpflanze
Herkunft: südwestliches Asien
Wuchshöhe: 60 bis 100 cm
Blütenzeit: April bis Mai
Blütenfarben: gelb, orangerot, rot
Standort: durchlässig
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Tochterzwiebeln, Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die prachtvollen gelben, orangeroten oder roten Blütenglocken der kräftig wachsenden Kaiserkrone bilden vom April bis Mai einen schönen Blütenkranz auf einem mächtigen Stiel, darüber eine üppige Krause aus spitzen Blättern. Es empfiehlt sich, alle 4 bis 5 Jahre im August (zur Ruhezeit der Kaiserkrone) die Zwiebel auszugraben und 20 bis 25 cm tief an einen anderen Platz zu pflanzen, dabei die Zwiebel leicht schräg setzen, so dass kein Wasser in die hohle Spitze gelangt. Der Boden soll frisch, durchlässig und nahrhaft sein, an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Schwere Böden werden vor der Pflanzung durchlässig gemacht, die Zwiebel wird auf ein dickes Sandbett gesetzt. Zur Vegetationszeit von April bis Mai werden die Kräfte für das kommende Jahr eingelagert, darum ist der Bedarf an Dünger für die Pflanze zu dieser Zeit besonders gross. Ebenso verfährt man mit neugekauften Zwiebeln aus dem Pflanzenfachgeschäft. Vermehren kann man die Kaiserkrone, in dem man nach dem Ausraben die Tochterzwiebeln abnimmt und einpflanzt. Wühlmäuse und Maulwürfe sollen durch den Geruch der Zwiebeln aus dem Garten ferngehalten werden.

Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) ist die kleine Verwandte der Kaiserkrone.

Die Pflanze ist giftig, bei starken Vergiftungen tritt der Tod durch Herzstillstand ein.

Taglilie

Hemerocallis L.
(Liliaceae, Liliengewächs)

Beschreibung: winterharte Gartenstaude
Herkunft: China
Wuchshöhe: 60 bis 100 cm
Blütenzeit: Juli bis August
Blütenfarben: gelb, orange, rot, rosa, braun, creme
Standort: sonnig, halbschattig
Licht: halbschattig bis sonnig
Vermehrung: TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Taglilie ist eine Prachtstaude mit unendlicher Variationsbreite, für feuchte Plätze im Garten. Die lilienartigen, großen, einfachen oder gefüllten Blüten in allen erdenklichen Gelb-, Rot-, Braun- und Rosatönen wachsen Anfang Juli auf langen Blütenstielen aus dem grasartigen Horst. Jeden Tag öffnet sich eine Blüte, die bis zum nächsten Morgen verblüht ist, und jede einzelne ist ein Kunstwerk in Form und Farbe. Es sind jedoch so viele Knospen vorhanden, daß die Blütezeit wochenlang anhält. Die Höhe einer Taglilie variiert von 30 cm bis zu 1 m. Sie möchte einige Jahre völlig ungestört wachsen. Nach etwa 5 Jahren kann man die Pflanze teilen. Die Taglilie verträgt volle Sonne aber auch Halbschatten.

Schachbrettblume

Fritillaria meleagris L.
(Liliaceae, Liliengewächs)

Beschreibung: ausdauernde Zwiebelpflanze
Herkunft: Europa, Kaukasus
Wuchshöhe: 15 bis 30 cm
Blütenzeit: April bis Mai
Blütenfarben: weiss, purpur rosa gemustert
Standort: humos, nahrhaft, feucht
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: -

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Schachbrettblume, eine kleine Verwandte der Kaiserkrone, hat eine weisse oder purpur- bis rosafarbene, schachbrettartig gemusterte Blüte und auffallend wenige, schmale, graugrüne Blätter, die im Sommer einziehen. Die Pflanze gedeiht an sonnigen ebenso wie an halbschattigen, humosen, nahrhaften Standort, dabei verträgt sie aber keinen trockenen, verdichteten Boden. Der interessante Frühlingsblüher wird bei 6 bis 10 cm Pflanztiefe im Abstand von 10 cm gepflanzt. Die Schachbrettblume braucht kaum Pflege, allerdings sollte Verblühtes abgeschnitten werden.

Da Sämlinge nicht immer sortenecht ausfallen, können neben der Blütenfarbe der gepflanzten Kultursorte Sämlinge in anderen Farben oder in anderen Schattierungen (heller oder dunkler) auftreten.

Die Schachbrettblume steht unter Naturschutz.

Die Pflanze ist in allen Pflanzenteilen giftig.

Tulpe

Tulipa gesneriana L.
(Liliaceae; Liliengewächse, Zwiebelgewächs)

Beschreibung: Blumenzwiebel
Herkunft: Steppengebiete Südeuropas und Asiens
Wuchshöhe: bis 30 cm
Blütenzeit: April bis Mai
Blütenfarben: alle Weiss-, Gelb- und Rottöne
Standort: durchlässig
Licht: sonnig
Vermehrung: Tochterzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Tulpe stammt aus der Türkei und wurde von Carlos Clusius in die Niederlande gebracht. Als Präfekt des Hortus Botanicus in Leiden, der bis zum heutigen Tag besteht, pflanzte Cludius 1593 eine Tulpenzwiebel in diesem botanischen Garten. Im Frühjahr 1594 blühte dort die erste Tulpe; sie markierte den Beginn der Blumenzwiebelkultur in den Niederlanden. Tulpen sind eine unserer beliebtesten Gartenpflanzen. Die Wilde Tulpe ist dagegen äußerst selten geworden und stark gefährdet. Mitunter findet man sie in Weinbergen und Laubwäldern Süddeutschlands und Südeuropas. In den Alpen wächst sie bis zu einer Höhe von 2000 m. Seit Jahrhunderten als Gartenpflanze in Kultur, besteht das Sortiment aus vielen tausend Züchtungen, die je nach Abstammung wiederum in 15 Klassen unterteilt werden. Tulpen brauchen einen guten Schutz vor Wühlmäusen und ausreichend, mit Ausnahme der Wildtulpen, Dünger. Nach dem Verblühen der Tulpen wird das Laub erst dann entfernt, wenn es vollständig eingetrocknet ist. Zum Verpflanzen und Vermehren werden dann die Zwiebeln nebst Tochterzwiebeln ausgegraben und bis zur Pflanzzeit trocken liegen gelassen.

Blausternchen

Scilla siberica A.H.Haworth.
(Liliaceae, Hyacinthaceae, Zwiebelpflanzen)

Beschreibung: Zwiebelpflanze
Vorkommen: Europa, Asien
Wuchshöhe: 20 cm
Blütenzeit: März
Blütenfarben: blau, selten weiß oder rosa
Standort: nährstoffreich, kalkhaltig, durchlässig
Licht: halbschattig
Vermehrung: (Selbst-)Aussaat, Brutzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Blausternchen, ein Frühlingsbote, findet sich heute in jedem Frühlingsgarten, die Farbe wirkt besonders gut in Teppichpflanzungen. An hohen Stängeln wiegen sich die zahllosen, anmutigen, blauen Blüten. Die Glockenblüten wachsen in Trauben und blühen in jedem Frühjahr wieder. Die Pflanze säht sich am zusagenden Platz gut selbst aus. Das Blausternchen ist eine liebenswerte, unproblematische Pflanze. Die Zwiebeln werden gruppenweise im September gesetzt. Der Pflanzabstand beträgt Zwiebelstärke, die Pflanztiefe etwa 5 cm. Das Blausternchen möchte eher trocken als zu feucht stehen. Die Vermehrung ist einfach, sie erfolgt im Garten durch Brutzwiebeln.

Der Zwiebelsaft einiger Arten ist giftig. Es kann bei Kontakt damit unter Umständen zu Hautreizungen kommen.

Gelbstern

Gagea lutea L.
(Liliaceae, Liliengewächse)

Beschreibung: Frühblüher für Wildblumengarten
Herkunft: Europa, Asien
Wuchshöhe: 15 cm
Blütenzeit: März bis Mai
Blütenfarben: gelb
Standort: nährstoffreich, feucht, kalkhaltig
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: (Selbst-)Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Gelbstern/Waldgoldstern aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) blüht zusammem mit dem Blausternchen (Scilla) im Vorfrühling besonders früh mit hübschen, gelben, sternförmigen Blüten. Neben sonnigen Standorten wächst der Goldstern auch im Halbschatten an feuchten Standorten unter Laubgehölzen.

Hyazinthe

Hyacinthus orientalis L.
(Liliaceae, Liliengewächse)

Beschreibung: Gartenzierpflanze
Herkunft: Mittelmeerraum, Orient
Wuchshöhe: 15 cm
Blütenzeit: März bis Mai
Blütenfarben: blau, rot, rosa, weiss, hellgelb
Standort: durchlässig, nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Brutzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Mit ihren prächtigen Blütenkerzen sind die intensiv duftenden Hyazinthen ein beliebter Schmuck für Frühlingsbeete. Die Blütezeit reicht von März bis Mai. Sie blühen in blau, rot, rosa und weiss und es gibt zunehmend auch Farben wie Purpur, Lachs, Hellgelb und Goldgelb. Sie bevorzugen einen sonnigen bis leicht halbschattigen, nährstoffreichen, nicht zu feuchten Standort. Ende Oktober und im November ist Pflanzzeit für die Hyazinthenzwiebeln bei 5 bis 10 cm Pflanztiefe und 15 cm Abstand. Nach der Blüte soll man die Pflanze einziehen lassen. Wenn Zwiebeln im Boden bleiben, sollten verblühte Blütenstände abgeschnitten werden, um Samenbildung zu vermeiden. Die Zwiebeln der Hyazinthe können auch nach der Blüte ausgegraben werden, trocknen, reinigen,und im Oktober wieder von neuem eingesetzt werden.

Zum Treiben von Hyazinthenzwiebeln im Glas gibt es spezielle HyazinthengläserHyazinthengläser

Hyazinthengläser

Hyazinthengläser, in die man abgekochtes Wasser füllt, sodass der Wasserspiegel den flachen Zwiebelboden gerade so berührt. Zum Abdecken gibt es Hyazinthenhütchen (die man auch selbst anfertigen kann). Bei etwa 12 Grad kühl stellen. Nachdem die Zwiebeln ca. handbreit ausgetrieben haben, stellt man sie an's Fenster.


Gelbe Sumpfiris

Iris pseudacorus L.
(Iridaceae, Schwertliliengewächse)

Beschreibung: heimisch, für Gartenteiche geeignet
Vorkommen: Europa bis westliches Sibirien
Wuchshöhe: 60 bis 100 cm
Blütenzeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: gelb
Standort: naturfeuchte Erde - bis 20cm Wassertiefe
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Rhizomteilung

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die mit grasartigem Laub aufrecht wachsende, gelbe Sumpfiris mit den leuchtend gelben Blüten (von Mai bis Juni), ist ein typisches Sumpfgewächs. So kann man sie in naturfeuchte Gartenerde genauso pflanzen, wie in 20 cm tiefes Wasser, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Durch die stark wasserreinigende Wirkung im Wurzelbereich hilft sie das biologische Gleichgewicht im Gartenteich zu erhalten und das Wasser klar zu halten. Nach drei bis vier Jahren, wenn das Mittelteil verkahlt ist, teilt und verjüngt man die Pflanze. Dazu werden mit einem scharfen Messer die äusseren Teile der Rhizome an der dünnsten Stelle schräg abgeschnitten und die Schnittstelle mit etwas Holzkohlenstaub eingerieben, die Blätter werden stark zurückgeschnitten und die Rhizome werden bis September zwei bis drei cm tief neu eingepflanzt, wobei die Wurzeln schräg nach unten weisen und die Rhizome an einer Stelle sichtbar bleiben sollten.

Die gelbe Sumpfiris ist als Schnittblume geeignet.

Die Iris pseudacorus gilt als nicht gefährdet,
nach der Bundesartenschutzverordnung
ist sie aber als besonders geschützt eingestuft.

Gladiole

Gladiolus L.
(Iridaceae, Schwertliliengewächs)

Beschreibung: frostempfindliche Zwiebelblume
Vorkommen: Afrika
Wuchshöhe: 100 bis 150 cm
Blütenzeit: Juni bis September
Blütenfarben: rot, gelb, orange, weiss, rosa, lila
Standort: wasserdurchlässig, nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Brutknollen

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Gladiolen, eine bedeutende Familie unter den Sommerblühern, aus dem südlichen Afrika, Mitteleuropa und dem Mittelmeerraum, gehören zur Familie der Schwertliliengewächse. Jede Pflanze bringt eine Ähre mit bis zu 20 trichterförmigen Blüten hervor. Die Blütezeit beträgt 10 bis 14 Tage. Die großblütigen Gartenblumen erreichen Höhen von 1,50 m. Die beste Wirkung erzielt man, wenn sie in in kleinen Gruppen an einem sonnigen Standort eingepflanzt. Die Blütezeit der ab Mitte April, im Abstand von etwa 15 cm in die Erde gepflanzten Knollen verlängert man, indem man sie zeitversetzt im Abstand von zwei bis drei Wochen bis Ende Juni nachpflanzt. Gladiolen lieben einen humusreichen, lockeren und wasserdurchlässigen, etwas feuchten Boden. Bei Trockenheit müssen sie ausreichend gewässert werden, wobei jedoch Staunässe zu vermeiden ist. Wegen der Höhe sind die Pflanzen windgefährdet, darum sollten sie beizeiten gestützt werden.

Zum Überwintern werden die Knollen, nach dem Vergilben des Laubes, im Oktober aus der Erde genommen. Die Blätter werden auf ca. 5 cm über der Knolle zurückgeschnitten, auf Fäulnis und Schädlinge untersucht und in einen frostfreien, kühlen Raum (bis maximal 10° C) zum Trocknen gebracht.

Knollenbegonie

Begonia tuberhybrida L.
(Begoniaceae, Schiefblattgewächs)

Beschreibung: unkomplizierte, blühfreudige Pflanze
Herkunft: Südamerika
Wuchshöhe: 15 bis 35 cm
Blütenzeit: April bis September
Blütenfarben: weiss, gelb, rosa, orange, rot
Standort: wasserdurchlässig, nährstoffreich
Licht: halbschattig, schattig
Vermehrung: Aussaat, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.
, Kopfstecklinge

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Knollenbegonie blüht unermüdlich mit einfachen bis gefüllten Blüten in weiss über gelb, orange, rosa und lachs bis hin zu vielen Rottönen vom April bis zum Frost. An einem einen halbschattigen bis schattigen, windgeschützten Standort fühlt sich die Pflanze besonders wohl. Die Begonie braucht regelmässig reichlich Wasser, das aber nach Möglichkeit nicht über die Blüten und Blätter gegossen werden sollte. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Welke Blüten werden sofort entfernt, da sich sonst Pilze darauf ansiedeln.
Zum Überwintern der Knolle wird das Giessen ab September, bis zum Einziehen der Blätter, immer mehr eingeschränkt. Dann wird die Erde von der ausgegrabenen Knolle entfernt und kühl und trocken im Keller, bei 5 bis 10°C, in einem Sand- oder Torfbett überwintert. In frischer Erde kann sie ab März im Zimmer vorgezogen werden und ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden.
Die Knollenbegonie kann auf verschiedene Weise vermehrt werden, z. B. durch Stecklinge im Sommer, sie wurzeln leicht in Wasser, aber auch in Erde. Die Knollen der Knollenbegonie kann man teilen. Dazu wird die Knolle Ende Februar, bei etwa 18°C, zum Antreiben in ein feuchtes Torfbett gelegt, wenn sich Triebe zeigen, wird die Knolle so durchgeschnitten, dass jedes Teil mindestens zwei Triebe hat. Knollenbegonien lassen sich auch, bei 23 bis 25°C, von November bis Januar aus Samen heranziehen. Die Anzucht ist allerdings äusserst schwierig.

Lilie

Lilium hybr. Tourn. ex L.
(Liliaceae, Liliengewächs)

Beschreibung: beliebte Schnittblume
Vorkommen: Mitteleuropa
Wuchshöhe: 90 bis 120 cm
Blütenzeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: weiß, gelb, orange, rot
Standort: durchlässig, kalkreich, nährstoffreich
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Zwiebelschuppen, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Lilien-Hybriden bevorzugen gut drainierte, leicht kalkhaltige Standorte in sonniger bis halbschattiger Lage. Bei schwerem Boden muss man reichlich Sand ins Pflanzloch geben. Die Pflanztiefe ist bei allen Lilien: 20-25 cm, nur die Zwiebel der Madonnenlilie (Lilium candidum) sollte nur 2-3 cm von Boden überdeckt sein. Lilien können sowohl im Herbst als auch im Frühjahr gepflanzt werden. Ausname ist die Madonnenlilie. Sie muss im August in den Boden, da sie im Herbst noch einen grünen Blattschopf hervorbringt. Je nach Art blühen Lilien zwischen Mai und Juli. Die Vermehrung erfolgt aus den Zwiebelschuppen oder durch Teilung alter Zwiebelballen. Die Wuchshöhe ist der Sorte entsprechend zwischen 90 und 120 cm.

Lilien weden häufig von Lilienhähnchen befallen. Diese 6 bis 8 Millimeter großen roten, wie gelackt aussehenden Käfer fressen ab Ende März an den Blättern. Später im Frühjahr erscheinen die gelb-grauen, mit schleimigem Kot bedeckten Larven, die ebenfalls an Lilien-Blättern fressen. Die Larven sitzen auf der Blattunterseite. Die Käfer und Larven muss man regelmäßig absammeln. Bei Gefahr lassen sich die Käfer fallen. Sie geben in der hohlen Hand Laute von sich die wie hohe "Schreie" klingen, daher kommt der Name "Hähnchen").

Milchsternchen

Ornithogalum umbellatum L.
(Liliaceae, Liliengewächse)

Beschreibung: hübsch, mit sternförmigen Blüten
Vorkommen: Europa, Nord-Afrika
Wuchshöhe: 10 bis 25 cm
Blütenzeit: April bis Mai
Blütenfarben: weiss
Standort: durchlässig, sandig, mässig trocken
Licht: halbschattig
Vermehrung: Brutzwiebeln, Selbstaussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Milchsternchen hat im Frühjahr zahlreiche, glänzendweiße, sternförmige Blüten die sich doldenförmig ausbreiten. Die Blüten öffnen sich nur an wenigen Stunden zur Mittagszeit. Die Zwiebel ist robust, anspruchslos, störungsresistent und wächst in den meisten Gärten problemlos. Zusätzliches Gießen entfällt, da der Boden im Frühjahr, wenn die Zwiebel wächst, meist noch feucht ist. Diese Pflanze bildet Brutzwiebeln und sät sich selbst aus. Sie kann jahrelang am gleichen Standort bleiben. Die Gruppen können so dicht wachsen, daß die Zwiebeln zuwenig Nahrung finden und kaum noch Blüten bilden. Bei zu dichtem Stand werden die winterharten Zwiebeln herausgenommen und im Herbst, 10 cm tief, neu gepflanzt.

Die ganze Pflanze ist giftig.

Narzisse

Narcissus ssp., N. pseudonarcissus
(Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse)

Beschreibung: auffallende, glockenförmige Blüte
Vorkommen: Alpenvorland, Mittelgeb. W-Europa
Wuchshöhe: 15 bis 40 cm
Blütenzeit: März bis Mai
Blütenfarben: meist gelb, auch weiss oder rosa
Standort: durchlässig, nährstoffreich
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: vermehrt sich durch Brutzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Narzissen gehören zu den ersten Pflanzen, die im zeitigen Frühjahr blühen. In unseren Gärten existieren zahlreiche Zuchtformen und Kreuzungen von der "Gelben Narzisse". Sie wachsen aus einer braunen Zwiebel und werden 15 bis 40 cm hoch, blühen von März bis Mai mit meist einer einzelnen gelben oder weissen Blüte, die sechs Blütenblätter und innen eine Nebenkrone hat. Die Pflanzen benötigen während der Blütezeit viel Wasser. Osterglocken sollten früh (September bis spätestens Ende Oktober) in die Erde gesetzt werden, damit die Zwiebeln sich ausreichend bewurzeln können, ehe die Bodentemperaturen zu niedrig werden. Dazu werden die Zwiebeln im Abstand von 12 bis 15 cm 10 cm tief gepflanzt. Narzissen vermehren durch Brutzwiebeln. Damit Brutwiebeln sich gut entwickeln und im folgenden Jahr blühen, muss die Erde sehr nährstoffreich und locker sein.

Aufgrund giftiger Inhaltsstoffe bleiben Narzissen von Wühlmäusen verschont.

Schneeglöckchen

Galanthus nivalis L.
(Amaryllidaceae, Narzissengewächse)

Beschreibung: erste Frühlingsboten
Herkunft: Europa und Asien
Wuchshöhe: 15 cm
Blütenzeit: Februar bis April
Blütenfarben: weiß
Standort: frisch, humos, nahrhaft, lehmig
Licht: halbschattig
Vermehrung: Brutzwiebeln, Samen

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Schneeglöckchen ist eine der ersten Pflanzen, die sich, oft noch bevor der letzte Schnee geschmolzen ist, nach oben kämpft. Mit seiner Blüte wird der Vorfrühling etwa zeitgleich mit dem Winterling (Eranthis hyemalis) eingeleitet. Aus der etwa 1 cm großen Zwiebel der ausdauernden Zwiebelpflanze wachsen jeweils ein Blütenstängel und ca. drei grundständige, graugrüne Laubblätter, am Ende des Blütenstängels sitzt eine einzelne, hängende Blüte. Ein Hochblatt umgibt anfangs die Blüte und schützt diese vor strenger Witterung. Die Zwiebelpflanze produziert die so genannte Biowärme (ca. 8 bis 10°C), die leichten Schnee um Stengel und Blätter schmelzen lässt. Die Pflanze wird ca. 15 cm hoch. Durch Brutzwiebel vermehren sich die Pflanzen, so daß sich häufig dichte Horste bilden, die nach der Blüte geteilt werden können, während die Pflanzen noch grün sind

Alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebeln, sind gering giftig.

Schwertlilie

Iris germanica L.
(Iridaceae, Schwertliliengewächs)

Beschreibung: auffallende Blüte
Herkunft: Mittelmeergebiet
Wuchshöhe: 60 cm
Blütenzeit: Mai bis Juni
Blütenfarben: vielfälltige Farbpalette
Standort: locker, durchlässig, keine Staunässe
Licht: sonnig
Vermehrung: Rhizomteilung

Allgemeines zu Standort und Pflege: Schwertlilien gehören neben der Lilien und Rosen zu den ältesten Gartenpflanzen. Diese Pflanzen verdanken diese Beliebtheit der Attraktivität ihrer Blüte, der enormen Farbenvielfalt, der Robustheit, der Langlebigkeit und nicht zuletzt der Pflegeleichtigkeit. Die Iris wird seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze angebaut. Entsprechend reich ist das Sortiment der gezüchteten Formen. Die Deutsche Schwertlilie ist schon seit Jahrhunderten in den Bauerngärten zuhause. Ihren deutschen Namen erhielt die Pflanze ihrer schwertförmigen Blätter wegen. Früher hieß sie auch Schilfblume und Schwertel. Heute gibt es zahlreiche, farbenprächtige Züchtungen. Die Iris liebt lockeren, durchlässigen Boden. Sie verträgt auch zeitweise Trockenheit, zieht aber gleichmäßige Feuchtigkeit vor. Andererseits ist sie sehr empfindlich gegen Staunässe. Die Schwertlilie hat bis zu 10 cm große Blüten, die aus 3 äußeren, großen Blütenblättern und 3 inneren kleinen bestehen. Die Laubblätter sind schwertförmig, etwa 3 cm breit und werden so hoch wie der Stengel. Je ungestörter man die Iris wachsen läßt, desto prächtiger entwickelt sie sich. Sie sollte also am besten an einem ruhigen Platz im Garten gepflanzt werden, wo sie durch eine Bodenbearbeitung im Frühjahr oder Herbst nicht gestört wird. Die Pflanzen sind steril und lassen sich nur über Rhizomteilung vermehren, was vermuten lässt, dass die Art aus einer Bastardierung entstanden ist, deren Eltern aber bis heute nicht ermittelt werden konnten. Der Gattungsname Iris bedeutete im griechischen Regenbogen, da die Blüten dieser Gattung ebenso viele Farben haben.

Sibirische Schwertlilie

Iris sibirica L.
(Iridaceae, Schwertliliengewächs)

Beschreibung: Iris für bodenfeuchte Rabatten
Herkunft: Mittel- und Osteuropa, Balkan, Sibirien
Wuchshöhe: 50 bis 120 cm
Blütenzeit: Mai bis Juni
Blütenfarben: blau, weiss
Standort: nährstoffeich, frisch bis feucht
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Iris sibirica stammt aus den gemäßigten Zonen Europas und Asiens. Sie ist eine besonders pflegeleichte, ungemein anpassungsfähig Staude, toleriert viele Standortbedingungen, am besten jedoch gedeiht sie in voller Sonne auf einem feuchten, nährstoffreichen Boden. Sie wird, je nach Sorte, etwa 50 bis 120 cm hoch. Die Blütezeit dieser eleganten Pflanze erstreckt sich von Mai bis Juni. Die attraktiven Blüten in verschiedenen Blautönen oder reinweiß, oft zu zweit, manchmal auch zu vieren, sind sehr gut für den Vasenschnitt geeignet. Die kräftigen Laubbüsche der Wieseniris sind aber auch ohne Blüten sehr dekorativ. Durch ihre schmalen, langen Blätter bringt sie eine aufrechte, lineare Form in den Garten. Die Blätter sollte man nicht zurückschneiden. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung des Wurzelstocks oder Samen.

Traubenhyazinthe

Muscari Mill.
(Hyacinthaceae, Liliaceae, Liliengewächs)

Beschreibung: Zwiebelpflanze
Herkunft: Mittelmeerraum und Südwestasien
Wuchshöhe: 25 cm
Blütenzeit: März bis Mai
Blütenfarben: arineblau, hellblau, dunkelblau
Standort: sandig-lehmig
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Tochterzwiebeln

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Traubenhyazinthe zählt zu den liebenswerten, kleinen Frühlingsboten. Die Zwiebelpflanze mit rosettenförmig angeordneten, grasähnlichen, ca. 30 cm langen, dunkelgrünen Blättern hat Blütenstiele, die eine Höhe von 25 cm erreichen, mit 7 bis 10 cm langen, spitzzulaufenden Blütentrauben mit 80-100 meist blauen Einzelblütchen. Die normale Blütenfarbe ist marineblau. Verschiedene Sorten variieren aber vom Hellblau bis zum tiefen Dunkelblau. Im Garten ausgepflanzt, breitet sich die wüchsige Art rasch und üppig aus. Die Zwiebeln werden im Oktober 5 cm tief in die Erde gesteckt, und zwar im Abstand von 4 bis 6 cm. Es werden immer mehrere Zwiebeln zusammengepflanzt, damit eine bessere Wirkung erzielt wird. Als Einzelpflanze ist diese Hyazinthenart etwas unscheinbar. Die Vermehrung erfolgt durch Brutzwiebeln, die man im Herbst in den Boden legt oder durch Aussaat im Frühjahr oder Herbst, es dauert dann allerdings einige Jahre, bis die jungen Pflanzen blühen. Die Traubenhyazinthe ist winterhart. Sie liebt Halbschatten, verträgt aber auch volle Sonne. Nur im tiefen Schatten gedeiht sie nicht gut. An den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche. Normale Gartenerde reicht ihr vollkommen aus. Sie kommt sogar mit mageren Böden noch auffallend gut zurecht. Die Traubenhyazinthen sind geeignet für den Steingarten, können aber an jeden anderen Standort gepflanzt werden.

Wildtulpe

Tulipa tarda Stapf
(Liliaceae, Liliengewächse)

Beschreibung: Zwergsterntulpe
Herkunft: Mittelasien
Wuchshöhe: 10 cm
Blütenzeit: März bis Mai
Blütenfarben: gelb, weisse Blütenspitzen
Standort: humos, eher trocken als feucht
Licht: sonnig
Vermehrung: Brutzwiebeln, Selbstaussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Zwergsterntulpe ähneln mit ihren gelben, an den Spitzen weißen Blüten, kleinen Sternen. Diese Tulpe bringt im April und Mai auf 10 bis 14 cm hohem Stiel fünf bis sieben Blüten hervor. Sie eignet sich hervoragend als Bodendecker. Diese Wildart der Tulpen eignet sich für sonnige Plätze in humosem, eher trockenem als feuchtem Boden. Sie bildet reichlich Tochterzwiebeln, sodass mit der Zeit immer mehr Tulpen erscheinen. Verblühtes wird weggeschnitten, so verhindert man die Samenbildung und die Nährstoffe gehen für das folgende Jahr in die Zwiebel. Lässt man die Blütenreste bzw. Samenstände stehen, breitet sich diese Wildtulpe über die Selbstaussaat aus. Die Blätter dieser Zwiebelpflanzen lässt man, bis sie gelb werden, stehen. So produziert sie die Nährstoffe die sie für den Austrieb im nächsten Jahr braucht.

Winterling

Eranthis hyemalis (L.) Salisb
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewäch)

Beschreibung: Vorfrühlingsbote
Vorkommen: Südosteuropa
Wuchshöhe: 15 cm
Blütenzeit: Februar bis März
Blütenfarben: gelb
Standort: sandig, humos
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Winterling ist mit dem Schneeglöckchen zusammen die erste Frühlingsblume, deren leuchtend gelben Schalenblüten oft schon im Januar zu sehen sind. Die Blüten bleiben allerdings bei trüber Witterung verschlossen. Auf einem halskrausähnlichen, grünen Hochblatt wachsen die zartduftenden Blüten. Die Pflanze braucht wenig Wasser und kaum Pflege, sie bevorzugt eine sandig-humose Erde und einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Verblühtes darf nicht abgeschnitten werden, es muß von selbst (ab Mai) einziehen. Winterlinge vermehren sich durch Samen. Sie blühen frühestens, wenn sie drei Jahre alt sind. Im ersten Jahr sind nur zwei kleine Keimblätter zu sehen, im zweiten Jahr sieht man einen kleinen Stern grüner Blättchen.

Zierlauch

Allium aflatunense B. Fedtsch
(Alliaceae, Liliaceae, Liliengewächse)

Beschreibung: hochwachsender Schmucklauch
Vorkommen: Mittel-Asien
Wuchshöhe: 80 cm
Blütenzeit: Mai bis Juni
Blütenfarben: purpur
Standort: locker, sandig
Licht: sonnig
Vermehrung: Brutzwiebeln, Selbstaussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Allium kommt in über 500 Sorten vor. Allium aflatunense ist mit seinen 10 cm grossen violetten Kugeln ein echter Blickfänger im Garten. Sogar verblüht ist die Pflanze durch die grünen Samenköpfchen an der Kugel sehr dekorativ. Die Pflanze ist sehr anspruchslos, jedoch ist ein sonniger Standort und normaler, lockerer Gartenboden mit etwas Kalk und Sand gut geeignet. Bei festem Boden ist eine Dränage unter der Zwiebel erforderlich. Die beste Pflanzeit ist September bis November bei einer Pflanztiefe vom doppelten Zwiebeldurchmesser.

Allium aflatunense ist eine haltbare Schnittblume.

Hasenglöckchen

Hyacinthoides hispanica (Mill.) Rothm.
(Hyacinthoides, Spargelgewächse)

Beschreibung: robuster Frühlingsblüher
Vorkommen: Nordwest-Afrika, Spanien, Portugal
Wuchshöhe: 30 bis 40 cm
Blütenzeit: April, Mai
Blütenfarben: blau, rosa, weiß
Standort: jeder Boden, genügend Feuchtigkeit
Licht: halbschattig, lichter Schatten
Vermehrung: Selbstaussaat, Aussaat, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Einmal gepflanzt bleibt das robuste, anspruchslose Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica) lebenslang im Garten, ohne lästig zu werden. Die Waldhyazinthe ist für Gehölzränder geeignet, ebenso für Pflanzung unter Bäumen und Sträuchern, ideal als Begleitung von Rhododendren. Sie ist auch für Pflanzgefäße sehr gut geeignet. Wichtig ist, den Boden ohne Staunässe ständig feucht zu halten. Bei Staunässe würden die Zwiebeln verschimmeln. Düngen ist nicht nötig. Es wird auch kein Winterschutz benötigt.

Das Hasenglöckchen ist eine hervorragende Schnittblume.

In Deutschland steht die Duftpflanze unter Naturschutz, da sie vom Aussterben bedroht ist.

Alle Pflanzenteile sind giftig. Direkter Hautkontakt kann zu Hautreizungen führen.

Zurück zur Seite ↩



Zurück zur Gartenpflanzen-Startseite  Zurück zum Seitenanfang