Bartnelke

Dianthus barbatus L.
(Caryophyllaceae)

Beschreibung: farbenprächtige Gruppenpflanze
Herkunft: Ost-Karpaten, Balkan
Wuchshöhe: ca. 50 cm hoch
Blütenzeit: Mai bis August
Blütenfarben: von weiß über rosa bis purpurrot
Standort: anspruchslos
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Bartnelke ist eine zweijährige, wetterunempfindliche Gartenblume. Im ersten Jahr bilden sich krautige Blattrosetten. Im darauffolgenden Frühjahr (ab Mai) bilden sich auf starken, aufstrebenden 20 bis 60 cm hohen Trieben, doldenartige Blütenstände mit vielen ein- bis zweifarbigen Einzelblüten, die einen zarten Duft verbreiten. Die Blüten sind weiß, rosa, rot und scharlachrot, einfach oder gefüllt. Wenn man die verwelkten Blütenstengel entfernt, blüht die Pflanze im nächsten Jahr erneut. Bleiben einige Blüten stehen, sät sie sich selbst aus. Die Pflanze entwickelt sich in voller Sonne am besten.

Die Vermehrung efolgt durch Aussaat ab Mitte Juni bis August in Saatgefäße, Frühbeet oder direkt ins Freiland, Keimdauer beträgt 7 bis 14 Tage. Im Frühsommer ausgesäte Jungpflanzen der Bartnelke setzt man im Oktober an Ort und Stelle, die aus der Herbstaussaat im Frühjahr. Neugepflanzte Exemplare werden gut gegossen. Angewachsene Bartnelken können auch Trockenheit vertragen.

Bartnelken sind lang haltende Schnittblumen, sie verlieren bis zum Verblühen kaum Farbe.

Bechermalve

Lavatera trimestris L.
(Malvaceae, Malvengewächs)

Beschreibung: einjähriger Sommerblüher
Herkunft: Südeuropa, Nordafrika
Wuchshöhe: 50 bis 60 cm
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: rosa, weiss
Standort: leicht, durchlässig, nicht zu nährstoffreich
Licht: halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Bechermalve als traditionelle Gartenblume, gehört mit zu den schönsten einjährigen Sommerblühern, die fast den ganzen Sommer blüht. Die 50 bis 60 cm hohe Pflanze liebt leichte, durchlässige Böden in sonniger und trockener Lage, die nicht zu nährstoffreich sind. Die Blütezeit der farbenprächtigen, reichblühenden Pflanze ist zwischen Juli und Oktober. Die Aussaat erfolgt während der Monate März bis Mai, je 2 bis 3 Korn in Schalen oder Töpfe, oder ab April direkt ins Freiland. Die Keimdauer ist 12 bis 14 Tage.

Als Schnittblume hält die Bechermalve acht bis vierzehn Tage in der Vase, wenn sie fast knospig geschnitten wird.

Eisbegonie

Begonia semperflorens Hook.
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse)

Beschreibung: einjähriger Dauerblüher
Vorkommen: Südamerika
Wuchshöhe: 20 cm
Blütenzeit: Mai bis Oktober
Blütenfarben: weiss, rosa, rot
Standort: nährstoff- und humusreich, feucht
Licht: sonnig, halbschattig, schattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Eisbegonie gehört vom Mai bis zum Frost zu den dankbarsten, einjährigen Dauerblühern im Garten, die sehr widerstandsfähig gegen jede Art von Schädlingen sowie Krankheiten ist. Die Pflanze ist für feuchte Plätze gut geeignet. In der Sonne blüht sie besonders reich, aber auch im Halbschatten fühlt sie sich wohl und verträgt sogar Dauerschatten.

Der Januar ist die Zeit zur Aussaat. Nach dem Säen und Andrücken in der Saatschale vorsichtig angegiessen und mit einer Glasscheibe oder Klarsichtfolie bis zum Auflaufen abgedecken. Pikieren und Pflanzen nach den Frösten ab Mitte Mai ins Freiland. Bevor die Pflanzen ins Freie gesetzt werden, sollten sie einige Tage an das Sonnenlicht gewöhnt werden.

Edellieschen

Impatiens walleriana Hook.f., Neuguinea-Hybriden
(Balsaminaceae, Springkrautgewächs)

Beschreibung: für Blumenbeet und Pflanzgefäße
Vorkommen: tropisches Ostafrika
Wuchshöhe: 30 bis 60 cm
Blütenzeit: Mai bis Oktober
Blütenfarben: weiss, rosa, rot, orange, violett
Standort: nahrhaft, feucht
Licht: schattig bis vollsonnig
Vermehrung: Aussaat, Stecklinge

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Edellieschen, ein unkomplizierter Dauerblüher, bevorzugt einen humosen, lockeren, stets feuchtgehaltenen Gartenboden, die Wassermenge muß dem Standort angepasst werden, dabei ist der Nährstoffbedarf gering. Es reicht aus, wenn die Pflanzen alle zwei Wochen gedüngt werden. Im Unterschied zum "Fleissigen Lieschen" hat es grössere Blüten, schlankere Blätter und einen kräftigeren Wuchs. Wenn die Pflanze hin und wieder etwas gestutzt wird, erreicht man, dass sie sich stärker verzweigt und kräftiger blüht. Impatiens sind frostempfindlich, aber bei 10 bis 15°C können sie in einem hellen Raum überwintern. Die Vermehrung durch Stecklinge wird im Frühjahr vorgenommen. Ab Ende Februar kann mit der Aussaat auf der Fensterbank begonnen werden.

Roter Fingerhut

Digitalis purpurea L.
(Scrophulariaceae, Braunwurzgewächs)

Beschreibung: Giftpflanze
Vorkommen: West- und Mitteleuropa
Wuchshöhe: 30 bis 150 cm
Blütenzeit: Juni bis August
Blütenfarben: rot, mitunter auch weiss
Standort: sandig, stickstoffhaltiger Lehmboden
Licht: schattig, halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: :Der rote Fingerhut, ein zweijähriges Kraut, gedeiht gut auf trockenen, kalkarmen, halbschattigen Böden. Der in Europa heimische Fingerhut ist wie die anderen Digitalisarten sehr stark giftig. Im ersten Jahr bildet sie die Blattrosette, im zweiten entwickelt sich ein bis zu 2 m hoher, meist unverzweigter Stängel, der die Blütentraube trägt. Die glockenförmigen, 4 bis 5 cm langen Blüten sind hellpurpurrot, sehr selten weiß, Die purpurfarbenen Blüten, sie können bei Zierpflanzen mitunter auch weiß oder rosa gefärbt sein, und zeigen innen hellumrandete, dunkle Flecken. Sie hängen in einer Traube am oberen Teil des Stengels und weisen alle in eine Richtung. Der Rote Fingerhut wird 30 bis 150 cm hoch und blüht von Juni bis August. Der Rückschnitt nach der Blüte sorgt für eine zweite Nachblüte.

Der Fingerhut ist eine Bienen- und Hummelnährpflanze.

Die Pflanze ist vorwiegend in ihren Blätter hochgiftig. Es sind besonders Kinder gefährdet, die mit den Blüten oder Blättern spielen und sie dabei in den Mund stecken. Aus diesem Grunde ist es Familien mit kleinen Kindern abzuraten, den Roten Fingerhut im Garten anzupflanzen.

Goldlack

Cheiranthus cheiri L.
(Brassicacea, Kreuzblütengewächse))

Beschreibung: angenehm duftender Frühlingsbote
Vorkommen: Asien, Mittelmeerländer
Wuchshöhe: 20 bis 75 cm
Blütenzeit: April bis Juli
Blütenfarben: gelb, orange, rot, bronze
Standort: lehmig, nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Goldlack ist eine ausdauernde, ein- bis zweijährige Pflanze, deren Blüten angenehm und stark duften. Die Blüten sind gelb, orange, rot oder rotbraun gefärbt, ungefüllt oder gefüllt. Die gefüllten Sorten sind frostempfindlich. Die Blütezeit des Goldlack ist von April bis Juli. Die Aussaat erfolgt ab Mai, Goldlack ist ein Dunkelkeimer, deshalb z.B. mit einem Brett oder mit Pappe abdecken, die man sofort nach dem Auflaufen entfernt. Die Setzlinge nicht zu eng stellen, ca. 20 bis 30 cm Abstand. Entspitzen sorgt für einen buschigen Wuchs der Pflanze. Da Goldlack leicht frostgefährdet ist, sollte die junge Pflanze zum Winter mit Reisig vorsorglich abgedeckt werden, so kann der Goldlack mehrere Jahre alt werden.

Die Pflanze ist stark giftig, vor allem die Blüten und Schoten.

Hornveilchen

Viola cornuta L.
(Violaceae)

Beschreibung: für Unterpflanzung geeignet
Herkunft: Pyrenäen, Nord-Spanien
Wuchshöhe: 25 cm
Blütenzeit: Mai bis August
Blütenfarben: blau, kleines weißes Auge
Standort: humusreich, feucht, wasserdurchlässig
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die frostharte Art Viola cornuta aus den Pyrenäen hat stiefmütterchenähnliche, aber kleinere Blüten und gedeiht am besten auf frischen Böden im Randbereich eines Staudenbeetes. Es eignet sich auch hervorragend zur Unterpflanzung für größere Pflanzen, auch als Begleitpflanze für Rosen, soweit es genug Sonne bekommt, denn es ist der Vertreter der Veilchen, der Sonne braucht. Das Hornveilchen duftet nur ganz ganz leicht und bringt nach seiner langen Blütezeit (Mai bis August) vielleicht im Oktober-November sogar noch einmal Blüten, wenn es nach der Blüte zurückgeschnitten wird. Außerdem bleiben die Pflanzen dadurch kompakter und leben länger. Wenn man allerdings möchte, daß sie sich für das nächste Jahr aussähen, darf man natürlich nicht schneiden.

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat. Hornveilchen sind Dunkelkeimer, darum erst nach der Keimung sonnig stellen und nach etwa 4 Wochen pikieren, ab Mai auspflanzen.

Jungfer im Grünen

Nigella damascena L.
(Ranunculaceae, Hahnenfussgewächse)

Beschreibung: Sommerblume, zierende Früchte
Vorkommen: Mittelmeerraum
Wuchshöhe: 50 cm
Blütenzeit: Juni bis September
Blütenfarben: hellblau
Standort: mittelschwer, nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Jungfer im Grünen, eine schöne, leicht zu kultivierende einjährige Sommerblume mit himmelblauer Blüte und attraktiven, fenchelartigen Blättern, wird ca. 50 cm hoch. Sie wächst auf fast allen Böden und an sonnigen Standorten und blüht zwischen Juli und August. Für eine längere Blütezeit schneidet man die Samenkapseln heraus. Die Samenkapseln sind ebenfalls sehr attraktiv. Die Pflanze sät sich selbst aus, wenn man die Samenkapseln stehen lässt. In einer großflächigen Pflanzung wirkt die Jungfer im Grünen am besten. Die Aussaat erfolgt im Frühling bis Frühsommer 3 mm tief an Ort und Stelle. Ca. 1 cm dick mit Erde bedecken, andrücken und feucht halten. Die Keimung dauert ungefähr 20 Tage.

Getrocknet können die skurril geformten Samenkapseln gut für Trockensträuße verwendet werden. Dazu schneidet man die Samenkapseln vor der Samenreife und lässt sie mit Gummiringen gebündelt an luftiger, geschützter Stelle trocknen.

Früher wurde die Jungfer im Grünen als Heilmittel genutzt.

Kaiserwinde

Ipomoear purpurea.
(Convolvulaceae)

Beschreibung: reichblühende Kletterpflanze
Vorkommen: Mexiko, tropisches Amerika
Wuchshöhe: ca. 3 m
Blütenzeit: Juni-Oktober
Blütenfarben: blau, weiß, rosagetönt, rot, dunkellila
Standort: humusreich, nährstoffreich, feucht, warm
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Kaiserwinde ist eine beliebte Kletterpflanze in den Gärten an Rosenbögen, Pergolen und Zäunen. Die vielen, besonders großen, Blüten dieser wüchsigen Schlingpflanze sehen wie ein Märchen aus "Tausend-und-einer-Nacht". Ein zartes Himmelblau, traumhaft schön, ist die Prachtwinde eine willkommene Ergänzung in sommerlichen Gärten, in denen meist gelbe oder rote Töne dominieren. Die 2 bis 3 Meter hohen Pflanzen bedecken schnell Zäune und Lauben und erklimmen Pergolen, sie sind markante Höhepunkte im Garten. Ihre blauen, trichterförmigen Blüten erscheinen vom Juli bis in den Oktober. Der Durchmesser der Blüten beträgt 8 bis 10 cm, der Schlund ist oft weiß. Die Prachtwinde wünscht einen sonnigen, wind- und möglichst regengeschützten Platz. Sie braucht eine Rankhilfe. Das kann eine Pergola, ein Gerüst oder Geländer sein. Auf kalte und nasse Witterung reagiert die Pflanze empfindlich, die Blütenbildung ist dann stark beeinträchtigt. Am Standort ist ein neutraler, lockerer Gartenboden oder Einheitserde zu empfehlen. Während der Wachstumszeit braucht die Pflanze reichlich Wasser, sie darf niemals trocken werden. Die Trichterwinde ist nährstoffhungrig, sie muss deshalb ein- bis zweimal wöchentlich gedüngt werden. Die Aussaat erfolgt ab April bei einer Bodenwärme von 18 bis 22°C ins Freiland. Die Keimdauer beträgt 10 bis 14 Tage. Anfangs müssen die Pflanzen an Stäbe oder ein Rankgerüst gebunden werden, später klimmen sie von selbst.

Die Pflanze zählt zu den Schönwetterpropheten, bei bedecktem Himmel bleiben ihre Blüten geschlossen.

Kapuzinerkresse

Tropaeolum majus L.
(Geraniaceae, Tropaeolaceae)

Beschreibung: Zierpflanze, Küchenkraut
Vorkommen: Südamerika
Wuchshöhe: ca. 30 cm
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: gelb, orange, rot
Standort: feucht, locker, mittlerer Nährstoffgehalt
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Kapuzinerkresse ist eine dankbare Sommerblume, die sich großflächig über den Boden legt oder überhängend wächst. Sie liebt einen nicht zu nährstoffreichen Boden, in möglichst sonnigen, nicht zu feuchten Lagen. Auf schweren und nährstoffreichen Böden entwickelt sie nur wenige Blüten. Ab Mitte März (oder Anfang Mai direkt ins Freiland) wird im Gewächshaus, im Frühbeetkasten oder auf der Fensterbank bei einer Temperatur von + 18° C, 2 cm tief gesät. Die Keimdauer beträgt 7 bis 14 Tage. Ab Mitte Mai wird in's Freiland gepflanzt. Wird das Verblühte sofort entfernt, blüht die Kapuzinerkresse das ganze Jahr über.

Blattläuse sind ein Problem, denn die Kapuzinerkresse zieht sie magisch an, so dass die Pflanzen mitunter vollkommen schwarz sind. Dann hilft nur, die befallenen Triebe zurückschneiden.

Die Blüten und die jungen Samen eignen sich als Gewürz in Salaten, am besten in Verbindung mit Meerrettich. Sie haben einen würzigen, scharfen Geschmack und lassen sich auch mal gut nebenbei essen. Die attraktiven Blüten eignen sich auch gut als Dekoration in Salaten, für Käse- oder Wurstplatten und sonstige Speisen. Die Blätter werden geschnitten und sind als Beigabe zu Blattsalaten zu empfehlen. Die nicht erblühten Knospen werden auch in Essig eingelegt und als Kapernersatz genommen.

Königskerze

Verbascum phlomoides L.
(Scrophulariaceae, Braunwurzgewächse)

Beschreibung: alte Kulturpflanze, Heilpflanze
Vorkommen: Europa, Nordafrika
Wuchshöhe: 300 cm
Blütenzeit: Juni bis August
Blütenfarben: gelb
Standort: durchlässig, nährstoffarm, trocken
Licht: sonnig
Vermehrung: (Selbst-)Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Königskerze wächst kerzengrade aus einer schönen, wintergrünen Blattrosette bis zu drei Meter hoch. Die bis zu fünf cm grossen, hellgelben Blüten sitzen an einer langen, hoch aufragenden Blütenkerze. Die mit einer Pfahlwurzel ausgerüstete Pflanze möchte den Boden eher mager, kalkhaltig, sandig, kieshaltig, trocken. Gegen Staunässe ist die Königskerze ausgesprochen empfindlich. Es ist keine besondere Pflege nötig. Die Pflanze ist meist zweijährig, seltener mehrjährig. Nachwachsende Jungpflanzen füllen in der nächsten Generation die Lücken.

In der Volksmedizin wird die Königskerze bei Erkältungen, grippalen Infekten und vor allem bei Husten verwendet. Als Zutat findet man sie in fast jedem Erkältungs- und Brusttee.

Löwenmäulchen

Antirrhinum majus L.
(Scrophulariaceae, Braunwurzgewächs)

Beschreibung: einjährige Sommerblume
Herkunft: Südeuropa, Nordafrika
Wuchshöhe: bis 100 cm
Blütenzeit: Juni bis September
Blütenfarben: weiß, rot, rosa, gelb
Standort: frisch, nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das große Löwenmäulchen stammt aus den Mittelmeerländern. Es ist eine der beliebtesten und bekanntesten Sommerblumen, die schon seit Großmutters Zeiten in unseren Hausgärten heimisch ist. Die Löwenmäulchen erfreuen sich ihrer sehr großen Beliebtheit wegen ihrer Anspruchslosigkeit und ihrer reichen Farbenpracht. Die ganze Skala der Rottöne, aber auch weiße und gelbe Farben findet man bei den Blüten, die an ein Löwenmaul erinnern und zu dichten Blütenkerzen angeordnet sind. Die Pflanze wird, je nach Sorte, bis zu einem Meter hoch. Damit sich die Pflanzen besser verzweigen, knipst man die Triebe über dem 7. Blattpaar ab. Die Pflanze blüht zwischen Juli und Oktober. Löwenmäulchen ist eine sehr widerstandsfähige Zierpflanze der Gattung Rachenblütler. Sie gedeihen noch in rauheren Lagen, sind vollkommen unempfindlich gegen Trockenheit und sind nicht zimperlich, wenn sie im Frühjahr noch einen leichten Nachtfrost ertragen müssen. Ab Februar bis April kann man Löwenmäulchen bei 15 bis 18° C im Haus (oder ab Ende Mai in's Beet) in Aussaatgefäße säen. Sobald die Sämlinge stark genug sind, werden sie in den Garten oder auf den Balkon gepflanzt.

Diese Planze eignet sich hervorragend als Schnittblume.

Marienglockenblume

Campanula medium Lapeyr.
(Campanulaceae, Glockenblumengewächse)

Beschreibung: zweijährige Staude
Herkunft: Italien und Südostfrankreich
Wuchshöhe: 50 bis 90 cm
Blütenzeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: blau, weiss und rosa
Standort: nährstoffreich, locker, keine Staunässe
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die großen Blüten der Marienglockenblume bedecken förmlich die Pflanze. Sie sind eine überwältigende Erscheinung, relativ kompakt und blühen in hellblau, dunkelblau, hellrosa und weiss. Die Pflanze ist eine lohnenswerte Ergänzung für jedes Beet. Die großen Glocken der Marienglockenblume sitzen dicht am 70 cm hohen Stiel. Im ersten Jahr bildet sich die Blattrosette, im zweiten der aufrechte Blütenstand. Seit dem Mittelalter sind Gartenformen dieser zweijährigen (winterannuellen) Campanula-Art bekannt. Früher wurden sie oft nur in Töpfen gezogen, heute vielfach in Beeten ausgepflanzt. Die Aussaat erfolgt bei ca. 20 °C auf die Oberfläche von guter, durchlässiger Aussaaterde. Die Samen nicht bedecken, in ein Zimmergewächshaus stellen oder die Aussaatgefäße in einem Plastikbeutel verschließen, bis zur Keimung, die üblicherweise 30 bis 90 Tage dauert. Ein heller Standort fördert die Keimung. Wenn die Sämlinge groß genug sind, werden sie in 8 cm Töpfe pikiert, im Frühbeetkasten, o.a. kühl weiterkultiviert und im Spätsommer auf 30 cm Abstand ausgepflanzt. Die Pflanzen blühen im folgenden Sommer. Das Ausputzen der Blüten fördert den neuen Blütenansatz.

Ringelblume

Calendula officinalis L.
(Asteraceae, Compositae, Korbblütler)

Beschreibung: uralte Zier- und HeilpflanzeHeilpflanze Ringelblume



Für Salben wird die Ringelblume bei Wunden und Entzündungen verwendet. Die antibakteriellen Eigenschaften der Ringelblume verhindern, dass sich Verletzungen und offene Wunden entzünden. Der gelbe bis orangerote Farbton der Ringelblume resultiert aus ihrem hohen Gehalt an Carotinoiden. Diese Antioxidantien fördern die Regenerationsfähigkeit der Haut.


Herkunft: Mittelmeergebiet
Wuchshöhe: 30 bis 50 cm
Blütenzeit: Mai bis Oktober
Blütenfarben: gelb bis orange
Standort: tiefgründig, lehmig und nährstoffreich
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Ringelblume, eine üppig blühende Zier- und Heilpflanze mit langer Tradition, bevorzugt tiefgründige, lehmige und nährstoffreiche Böden.Ringelblume Sie wurde früher häufig in Bauerngärten gehalten. Sie wird bis zu 70 cm hoch und ihre Blütenköpfe, die von Juni bis November blühen, erreichen einen Durchmesser von 4 cm. Sonnig, humose Böden werden bevorzugt, sie gedeiht aber auch gut an weniger optimalen Standorten. Ringelblumen wirken sich positiv auf die Bodengesundheit aus und sollten deshalb nicht als Mischkulturpflanze im Zier- und Nutzgarten fehlen.

Von April bis Mai kann ins Freiland gesät werden. Dort, wo sich die äußerst unkomplizierten Ringelblumen wohlfühlen, kommen sie jedes Jahr durch Selbstaussaat von selbst wieder.

Rizinus, Wunderbaum

Ricinus communis L.
(Euphorbiaceae, Wolfsmilchgewächs)

Beschreibung: Solitärpflanze
Herkunft: Afrika
Wuchshöhe: 1 bis 2 m
Blütenzeit: August bis Oktober
Blütenfarben: weiß
Standort: warm, nährstoffreich, humos, durchlässig
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Der Rizinus, eine alte Kulturpflanze aus Afrika und wird bei uns aufgrund des üppigen Wuchses und der dekorativen Blätter gern als Zierstrauch gezogen. Für diese Einjahrespflanze ist ein sonniger Platz und ein sehr nahrhafter Boden wichtig. Der Wunderbaum sollte als ein bis zwei Meter hohe Solitärpflanze einzeln und windgeschützt stehen, eventuell in einem großen Kübelgefäß. Die langstieligen Blätter des Rizinus sind handförmig und können einen Durchmesser von 1 m erreichen. Von Juli bis September ist die Blütezeit. Die Samen entwickeln sich in einer kugelförmigen, stacheligen Kapsel. Die Pflanze gedeiht besonders gut auf Pferdemist oder einer nahrhaften Kompostmischung. Sie sollte reichlich gegossen und zweimal wöchentlich gedüngt werden. Die Pflanze ist nicht winterhart.

Für die Aussaat sollte der bohnengroße Samenkern etwa 24 Stunden in warmem Wasser eingeweicht werden. Die Pflanze erreicht nur ihren naturgemäßen üppigen Wuchs durch eine Vorkultur ab Anfang März auf der Fensterbank. Während der zweiwöchigen Keimzeit feucht und warm halten.

Wenn Kinder da sind, sollte man die hochgiftigen Samen nicht zur Reife kommen lassen. In den Samen befindet sich das sehr giftige Ricin. Kinder sind besonders gefährdet, wenn sie die gut schmeckenden Samen zu sich nehmen. Als tödliche Dosis gilt 0,25 mg des Wirkstoffs Ricin, was schon einem Samenkorn entsprechen kann.

Schlafmützchen

Eschscholzia californica Cham.
(Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse)

Beschreibung: einjährige, leuchtend orangefarben
Herkunft: Kalifornien
Wuchshöhe: 30 bis 60 cm
Blütenzeit: Juni bis Oktober
Blütenfarben: orange
Standort: trocken, sandig, marger
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Schlafmützchen ist eine einjährige, 30 bis 60 cm hohe Pflanze mit blaugrünen, gefiederten Blättern und leuchtend gelb-orangefarbenen vierblättrigen Blüten. In sonniger Lage auf trockenen, sandigen, margeren Boden blüht der Goldmohn von Juni bis Oktober. Die Blüten öffnen sich bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Aussaat erfolgt ab Mitte April direkt ins Freiland, die Oberfläche feucht aber nicht nass halten. Die Keimung dauert ca. 14 bis 21 Tage. Das Umpflanzen von nicht sehr jungen Pflanzen ist schwierig.

Schmuckkörbchen

Cosmos bipinnatus Cav.
(Asteráceae, Compósitae)

Beschreibung: Sommerblume, auffallende Blüte
Herkunft: Mittel-Amerika, tropisches Süd-Amerika
Wuchshöhe: 45 bis 90 cm
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: rosa, rot, weiß
Standort: durchlässig, nährstoffreich, locker
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Schmuckkörbchen, eine starkwachsende Gruppenpflanze, wirkt durch das feingefiederte Laub und die zarten, ab Juli erscheinenden Blüten, duftig und leicht. Es wird häufig zu Stauden und anderen Sommerblumen oder in Bauerngärten gepflanzt. Die Blüten sind für Schnittzwecke wunderbar geeignet. Die Aussaatzeit ist März bis Mai (die Samenkörner möglichst einzeln auslegen) in Saatgefäße, Frühbeet oder ab Mitte April in das Freiland. Nach Erstarken sind die Sämlinge auf etwa 6x6 cm zu vereinzeln. Auspflanzung an den Blühort soll nicht vor Mitte Mai erfolgen. Der Standort ist gute Gartenerde mit etwas Sand gemischt in sonniger Lage.

Auch große Pflanzen vertragen noch das Auspflanzen.

Sonnenblume

Helianthus annuus L.
(Asteraceae, Compositae, Korbblütler)

Beschreibung: Nutz- und Zierpflanze
Vorkommen: weltweit
Wuchshöhe: bis 3 m
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: gelb
Standort: humos, nährstoffreich, gut gießen
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die bis zu drei Meter grosse Sonnenblume aus der Familie der Korbblütler, ist eine einjährige Pflanze mit auffallenden grossen, einzeln stehenden Blütenständen, die in der Regel einen Durchmesser von 20 bis 50 Zentimetern haben. Sie blüht von Juli bis Oktober. Die Blütenköpfe der Sonnenblume, ein Korb mit vielförmigen Hüllkelchblättern, Zungenblüten und Korbblüten, erinnern nicht nur an eine große Sonne, sondern sie folgen auch mit ihrem Blütenstand dem Lauf der Sonne. Auxin, ein Stoff, der den Wuchs der Pflanze beeinflusst, wird auf der beschatteten Seite der Pflanze gespeichert, wenn der Lichteinfall nicht überall gleich gross ist. Durch diesen gespeicherten Stoff wächst die im Dunkeln liegende Seite schneller als die beleuchtete Seite, so dass sich der Stängel der Sonne zuneigt. Nicht nur als Nutzpflanze, sondern auch als Zierpflanze ist die Sonnenblume von großer Bedeutung. Die Aussaat erfolgt bei 7 - 8°C Bodentemperatur ab Ende März bis Anfang April. Die Wachstumszeit beträgt ca. 150 Tage. Ernten kann man im September bis Oktober.

Steinkraut

Lobularia maritima Desv. früher Alyssum maritima
(Brassicaceae, Cruciferae, Kreuzblütler)

Beschreibung: einjährige Polsterpflanze
Herkunft: Azoren, Kanarische Inseln
Wuchshöhe: 8 bis 15 cm
Blütenzeit: Juni bis Oktober
Blütenfarben: weiss, violett, lila oder rosarot
Standort: nährstoffarm
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das einjährig Steinkraut bildet wirkungsvolle, dichte 8 bis 15 cm hohe Blütenpolster. Die anspruchslose Pflanze kommt mit sehr wenig Erde aus. Je nach Sorte blüht Sie in den Farbtönen Weiss, Rosa oder Lila. Die Vorkultur beginnt bei im März - April, bei 15 bis 18°, in Anzuchtschalen auf der Fensterbank. Die Keimdauer beträgt 8 bis 10 Tage, umgepflanzt und weiterkultiviert wird bei 13 bis 15° im Freien, in Tuffs oder es wird ab Mai an Ort und Stelle ins Freiland ausgesät. Die Samen nur wenig bedecken. Diese prächtige Gruppenpflanze bildet bei voller Sonne ein Blütenmeer mit angenehmem, honigartigen Duft. In kalkhaltiger, lehmig-sandige nicht zu nahrhafter Gartenerde gedeiht die Pflanze gut. Auf einem gut gedüngten Boden blüht der Duftsteinrich nur spärlich. Das Steinkraut braucht nur wenig gegossen zu werden. Wenn die Blüte nachlässt, wird die Pflanze auf halbe Höhe zurückgeschnitten, so kann man mit einem zweiten Blütenflor rechnen. Nach dem Rückschnitt wird ausnahmsweise einmal gedüngt. Gegossen wird die Pflanze nur, wenn die Erdoberfläche angetrocknet ist. Die Pflanze ist für Ampeln, Bauerngärten, Blumenkästen, Dachbegrünung, Einfassungen, Geröllböden, Rasenersatz, Schalen, Steingärten, Trockenmauern geeignet. Dazu ist sie eine ideale Bienenweide. Die anspruchsvolle Pflanze trotzt sogar den ersten Frösten und entwickelt sich bei Sonne wie Halbschatten gleichermaßen.

Eine Überwinterung kommt nicht in Betracht, meist sät sich die Pflanze von selbst aus.

Stiefmütterchen

Viola x wittrockiana Gams
(Violaceae, Veilchengewächse)

Beschreibung: Frühjahrsblüher
Herkunft: Europa
Wuchshöhe: 15 bis 20 cm
Blütenzeit: März bis November
Blütenfarben: viele Farben, gelb, purpur, Blautöne
Standort: feucht, locker, nährstoffreich, humos
Licht: sonnig, leicht beschattet
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Gartenstiefmütterchen, ein unverzichtbarer Frühjahrsblüher, gibt es nahezu in allen Blütenfarben, einfarbig und mit einer Zeichnung der Blüte, die von einem kleinen Auge bis zu einer großflächigen, dunklen Markierung variiert. Die frühesten Sorten blühen im Garten schon nach der Schneeschmelze, großblumige Arten lassen sich mit der Blüte etwas länger Zeit. In leicht feuchten, lockeren, nährstoffreichen, humosen Boden, in voller Sonne oder im Halbschatten gedeiht das Stiefmütterchen am besten. Die Pflanzen werden im Schatten lang und unansehnlich. Um die Blütezeit zu verlängern, werden abgewelkte Blüten ausgekniffen. Üblicherweise werden fertige Jungpflanzen gekauft. Wer sich die Mühe machen möchte, kann die Pflanzen auch selbst ziehen. Gartenstiefmütterchen werden im Winter für eine Frühjahrsblüte oder im Sommer für die Sommerblüte ausgesät. Stiefmütterchen sind Dunkelkeimer, darum sollte das Saatgut abgedunkelt werden. Es ist zu beachten, dass der Samen nur dünn ausgesät wird, bei zu dichter Aussaat schiessen die Pflanzen in die Höhe. Für den Winter sollten die Pflanzen einen Frostschutz erhalten, dazu eignet sich am besten Tannenreisig.

Stockrose

Althaea rosea Hohen. ex Boiss.
(Malvaceae, Malvengewächs)

Beschreibung: Bauergartenstaude, Blüten 10 cm Ø
Herkunft: Orient
Wuchshöhe: 150 bis 300 cm
Blütenzeit: Juli bis September
Blütenfarben: gelb, rot, rosa, weiß, violett
Standort: nährstoffreich, mäßig trocken bis frisch
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die prächtige Stockrose, die aus dem Orient zu uns kam, ist eine, seit alters her bekannte, bis zu 3 Meter hohe, Kultur- und Gartenpflanze, die man noch in ländlichen Gärten oft antrifft. Sie kann den Hintergrund jedes Staudenbeetes sowie Mauern und Zäune verschönern. Die leuchtenden, rosa bis zum dunkelsten Rot, in Lachstönen und gelben Blüten der Stockrosen locken Hummeln und andere Insekten an. Die Hauptblütezeit ist Juni bis Juli, je nach Art und Klima vereinzelt auch noch bis November. Ein gut gedüngter, lockerer Boden in sonniger, warmer, wind- und wettergeschützten Lage lässt die Pflanze am schönsten gedeihen. Im Sommer braucht die Stockrose reichlich Wasser. An ungeschützen Standorten sollte man die Pflanze anbinden. Das abchneiden der Schäfte sofort nach dem Abblühen sorgt für eine längere Lebensdauer. Ohne Rückschnitt säen sich Stockrosen selbst aus. Die Zeit für die Aussaat ist entweder zum natürlichen Zeitpunkt im September und Oktober in's Freiland, oder ab Mai bis Juni in Saatschalen. Die Keimdauer beträgt ca. 2-3 Wochen. Der Mindestpflanzabstand am endgültigen Standort: 50 - 60 cm.

Stockrosen leiden sehr unter Malvenrost, vor allen Dingen, wenn sie schattig stehen. Pilztötende Mittel helfen nur, wenn sie ganz frühzeitig eingesetzt werden.

Strohblume

Helichrysum bracteatum (Vent.) Andrews
(Asteraceae, Korbblütler)

Beschreibung: Sommerblume, papierartige Blüte
Herkunft: Australien
Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Blütenzeit: Mai bis Oktober
Blütenfarben: weiß, rosa, rot, orange, gelb
Standort: leichter, durchlässiger Boden
Licht: sonnig
Vermehrung: März Frühbeet-Aussaat, April ins Freie

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die beliebten Strohblumen bevorzugen einen eher trockenen Boden möglichst in praller Sonne. Die Pflanzen benötigen viele Nährstoffe.

Von Ende März bis April können Strohblumen im Haus aus Samen vorgezogen werden. Die Samen nur leicht mit Erde bedecken, die Keimdauer ist ca. 12 bis 14 Tage. Nach den Spätfrösten können die Pflanzen in's Freie. Im Mai kann direkt an Ort und Stelle gesät werden. Von den Pflanzen können die Samen gesammelt werden, sie bleiben ca. 2 Jahre keimfähig.

Wenn die Blüten halbgeöffnet sind, kann man sie für Trockensträuße schneiden und an einem schattigen, luftigen Ort über Kopf zum Trocknen aufhängen. Da die Blüten keine richtigen Blütenblätter haben, sondern papierartige Hüllblätter, sind sie getrocknet sehr lange haltbar, sehen auch nach längerer Zeit nicht welk aus und verlieren auch nicht ihre leuchtende Farbe. Durch diese Eigenschaft ist die Strohblume zu einer sehr beliebten Trockenblume geworden.

Studentenblume

Tagetes L.
(Asteracaea, Korbblütengewächse)

Beschreibung: Sommerblume
Herkunft: Mexiko, Guatemala
Wuchshöhe: 20 bis 80 cm
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: gelb bis braunrot, auch zweifarbig
Standort: lehmig-humos
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die sehr bekannte und unverwüstliche, einjährige Tagetes kann gefüllte oder einfache Blüten haben, von Zitronengelb bis braunrot, stark duftend oder geruchlos und sie gehört zu den beliebtesten Sommerblumen. Der herbe Duft beruht auf den winzigen Öldrüsen, die an den Rändern der Blätter sitzen. Sie wächst am besten an einem sonnigen Standort, gedeiht aber auch auf halbschattigen Plätzen und sollte stets mäßig feucht gehalten werden. Wenn man die verwelkten Blüten regelmäßig entfernt, bringen sie noch mehr neue Blüten hervor. Saatgut kann leicht von abgeblühten Pflanzen geerntet werden. Von Januar bis März kann man die Tagetes, in Saatgutschalen auf der Fensterbank bei einer Bodenwärme von 18°C, aussäen. Die Aussaattiefe beträgt ca. 3mm. Die Keimung erfolgt gewöhnlich nach 7 bis 21 Tagen. Wenn die Sämlinge groß genug sind und wenn keine Frostgefahr mehr besteht, kann man sie auspflanzen.

Da die Studentenblume zur Leibspeise der Nacktschnecken gehört, wird sie gern auch zur Randbepflanzung als Schneckenfalle eingesetzt, so daß Nutzpflanzen wie Blattsalat, Erdbeeren usw. verschont bleiben. In den Abendstunden oder am frühen Morgen kann man dort die gefräßigen Gartenbewohner einsammeln.

Als nützliche Helfer vernichten oder hemmen Tagetes Nematoden und Drahtwürmer. Ausserdem werden Mäuse, Kohlschädlinge, Weisse Fliegen und Viren von Narzissen, Phlox, Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Möhren, Petersilie, Porree, und Tomaten ferngehalten, sie lassen Apfelbäume gesunden und auf Rosen wirken sie wachstumsfördernd.

Vergissmeinnicht

Myosotis sylvatica L.
(Boraginaceae, Rauhblattgewächse)

Beschreibung: zweijährige Pflanze
Vorkommen: Eurasien, Afrika
Wuchshöhe: 30 cm
Blütenzeit: Mai bis Juli
Blütenfarben: blau
Standort: frisch, nährstoffreich, locker, humos
Licht: sonnig, halbschattig
Vermehrung: Aussaat, Selbstaussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das Vergißmeinnicht, eine zweijährige (mehrjährige) Pflanze, gehört zu den ersten Sommerblumen im Garten, im kompaktem Wuchs mit Unmengen von leuchtend blauen Blüten. Da es sich reichlich aussät, besitzt man es für immer. Die Pflanze benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz und feuchten, humusreichen, durchlässigen, leicht sauren Boden. Besondere Pflege ist nicht erforderlich. Bei Trockenheit sollte ausreichend gewässert werden.

Vexiernelke, Lichtnelke

Lychnis coronaria Desr.
(Caryophyllaceae, Nelkengewächse)

Beschreibung: gute Schnittblume
Vorkommen: Mittelmeerraum, Südeuropa
Wuchshöhe: 80 bis 100 cm
Blütenzeit: Juli bis August
Blütenfarben: karminrot, weiß
Standort: humos, nährstoffreich, frisch
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat, Selbstaussaat, TeilungTeilung

Teilung

Wenn sich Stauden zu sehr ausgebreitet haben, innen verkahlen oder nicht mehr richtig zur Blüte kommen, sollte man sie Teilen. Das zeitige Frühjahr, vor dem Austrieb, ist dafür der beste Zeitpunkt. Die alten Horste werden mit dem Spaten geteilt. Stauden mit feinen Faserwurzeln sollte man zum Teilen ausgraben. Die Teilstücke werden nach dem Abschütteln der Erde per Hand abgetrennt und zu lange Wurzeln gekürzt. Danach setzt man die Teile in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde.


Allgemeines zu Standort und Pflege: Die Vexiernelke bringt intensive Farbtupfer ins Beet. Die kräftig magentaroten Blüten heben sich sehr kontrastreich von den grauweißen, verzweigten Stängeln und dem graubehaartem, filzigen Laub ab. Das macht sie so beliebt. Sie blüht den ganzen Sommer bis in den frühen Herbst hinein. Die Blätter der Vexiernelke (Lychnis coronaria) bilden wollige Rosetten. Ihre fast immergrünen Blätter vertragen feuchte Winter schlecht. Ansonsten ist die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze bis -15°C winterhart. Das anspruchslose Nelkengewächs liebt trockenen, durchlässigen, relativ nährstoffarmen Boden in sonniger Lage. Die sich selbst aussäenden Jungpflanzen breiten sich bis in benachbarte Beete aus. Die 60 bis 100 cm hoch werdende Vexiernelke stammt aus Südeuropa. Die Lebensdauer der einzelnen Staude währt nur einige Jahre, sie verliert jedoch die schöne Wuchsform. Nach 3 bis 4 Jahren verschwindet sie, die Erhaltung wird durch Selbstaussaat geregelt. Das Entfernen von Verblühtem wirkt sich positiv auf die Bildung neuer Blüten aus. Ohne diese Maßnahme bilden die Pflanzen reichlich Samen, sodass Vexiernelken sich allmählich im ganzen Garten verbreiten.

Neben den rot blühenden Sorten gibt es auch eine weiße Sorte namens "Alba".

Zinnie

Zinnia angustifolia
(Asteraceae, Korbblütler)

Beschreibung: pflegeleichte krautige Pflanze
Vorkommen: Mexiko
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Blütenzeit: Juli bis Oktober
Blütenfarben: weiß, gelb, orange, rosa, rot, violett
Standort: feucht, warm, windgeschützt
Licht: sonnig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Die pflegeleichte, nicht sehr anspruchsvolle Zinnie blüht von Juli bis Oktober in vielen Farbvariationen von weiß über gelb, orange, rosa, rot bis violett, einfach, halbgefüllt bis gefüllt. Die Blüten können einen Durchmesser bis zu 5 Zentimeter erreichen. Im Februar und März kann die Aussaaat in Töpfen oder unter Glas erfolgen.Wenn sich der Boden im Frühjahr (ab Mai, bei mindestens 22°C) erwärmt hat, kann die Aussaat direkt im Freiland erfolgen. Ein sonniger, warmer und windgeschützter Standort, sowie einen feuchten aber durchlässigen Boden. Die Pflanzen sollten regelmäßig gegossen werden, dabei muss jedoch Staunässe vermieden werden. Einmal pro Woche sollte gedüngt werden. Wenn die jungen Pflanzen gestutzt werden, bekommt die Pflanze mehr Blütenknospen. Verblühtes sollte entfernt werden, dadurch wird eine gute und reiche Nachblüte erzielt. Schädlinge (Schnecken, Blattläuse, Spinnmilben) müssen frühzeitig bekämpft werden.

Tipp: zwischen Tomaten gepflanzt, hilft die Zinnie bei der Abwehr von Fadenwürmern (Nematoden). Zinnien sind beliebte Schnittblumen.

Die Pflanze enthält Sesquiterpenlactone, potentielle Kontaktallergene, die zu allergischen Reaktionen führen können, und ausserdem Nikotin.

Tausendschönchen

Bellis perennis
(Asteraceae, Korbblütler)

Beschreibung: anspruchslose Frühlings-Blume
Herkunft: Zuchtsorte vom Gänseblümchen
Wuchshöhe: 15 bis 20 cm
Blütenzeit: März bis August
Blütenfarben:rot, rosa, weiß
Standort: durchlässig, lemig, mäßig nährstoffreich
Licht: sonnig bis halbschattig
Vermehrung: Aussaat

Allgemeines zu Standort und Pflege: Das zu den Frühlingsblühern gehörende Tausendschönchen auch Maßliebchen (Bellis perennis-Hybriden) ist eine Zuchtsorte von dem in Mitteleuropa beheimateten Gänseblümchen. Das ein- oder zweijährige Tausendschönchen wird erheblich größer als die Urform, das Gänseblümchen. Auf bis zu 20 Zentimeter hohen Stielen bilden sich gefüllte oder ungefüllte rosafarbene, rote oder weiße Blütenbälle, die von März bis weit in den Sommer blühen. Die Pflanze fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz wohl, an zu schattigen Platz läßt die Blütenfülle nach. Normale Blumenerde im Blumentopf bzw. -kasten oder durchlässig lemig mit Kompost verbessert im Beet ist der ideale Boden für das Maßliebchen. Mit dem Entfernen verblühter Blüten kann die Blütezeit verlängert werden.
Wenn Tausendschönchen nicht im Anzuchtkasten vorgezogen werden, können sie im Juni und Juli ins Freie ausgesäht werden. Die Samen werden nur leicht angedrückt und dann feucht gehalten. im September werden sie am endgültigen Standort umgepflanzt.

Tipp: Die Blätter des Tausendschönchen eignet sich durch ihr nussiges Aroma sogar für den Salat.

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